Interne Nachfolge

Nachfolge geregelt: Traditionsfirma Selter in Altena hat neue Unternehmensführung

Foto: Björn Braun

Altena-Dahle. Wechsel an der Spitze eines Altenaer Traditionsunternehmen: Die Gustav Selter GmbH, die Strick- und Häkelnadeln unter der Marke „Addi“ in alle Welt liefert, hat eine neue Eigentümerin.

Die Belegschaft der Werke 1 und 2 an der Dahler Hauptstraße sind am Dienstag informiert worden; am Freitag (14. August) machte das Unternehmen die Veränderung öffentlich: Nach fast fünf Jahrzehnten im Familienunternehmen hat Firmeneigentümer Thomas Selter (72) die Geschäftsführung abgegeben, diese Aufgabe übernimmt seine Ehefrau Claudia Malcus (53), die jetzt gemeinsam mit dem zweiten Geschäftsführer Torsten Schneider das operative Geschäft führt. Selter, in der Branche bis nach Amerika und nach Asien als „Mr. Addi“ bekannt, bleibt Mit-Gesellschafter des Unternehmens – und wird auch künftig weiterhin im Betrieb tätig sein: „Und wenn es täglich nur ein paar Minuten sind“, sagt Selter mit dem ihm eigenen Humor, denn: Im nächsten Jahr kann und will er schließlich seine 50-jährige Betriebszugehörigkeit feiern.

Weiterhin in Familienbesitz

Claudia Malcus ist auch neue Mehrheitsgesellschafterin des Unternehmens, das damit weiterhin in Familienbesitz bleibt und die Unternehmensnachfolge geregelt hat.

Die Veränderungen sind rückwirkend zum 1. Juli in Kraft getreten. Mit dem Wechsel an der Unternehmensspitze schlägt die Gustav Selter GmbH, die auf eine bald 200-jährige Geschichte zurückschauen kann, ein neues Kapitel in der Firmenchronik auf.

Täglich 45.000 Strick- und Häkelnadeln

Selter produziert unter dem Markennamen „Addi“ täglich rund 45.000 Strick- und Häkelnadeln aus verschiedenen Materialien wie Messing und Aluminium, aber auch aus Bambus- und Buchenholz. „Kein anderes Unternehmen der Branche in Europa hat ein vergleichbares Sortiment“, sagt Geschäftsführer Torsten Schneider. Der Exportanteil liegt nach eigenen Angaben bei rund 70 Prozent der Gesamtproduktion; in Deutschland kommt „Addi“ auf einen Marktanteil von „mindestens 25 Prozent“.

Nach schwierigen Zeiten der Marktbereinigung und als Stricken außer Mode war, erlebt das Unternehmen inzwischen seit Jahren einen Boomphase. Alleine von 2018 auf 2019 habe sich die „Produktion verdoppelt“, so das Unternehmen. 1.300 verschiedene Artikel werden in Altena-Dahle produziert; von den teilweise bis zu 25 Produktionsschritten werden viele in Handarbeit ausgeführt. Das Unternehmen hat derzeit rund 130 Mitarbeiter.

Quelle: lokalstimme.de

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